Afrika: Autoralley für Waisenkinder: Dust-and-Diesel.com

Bewertung von Ben: *** (3 Sterne)

Tipp: Afrika Tour für Waisenkinder
Webseite: Dust-and-diesel.de

Zitat: Tolles Projekt!

Hallo Abenteuerteam.com,

 

bin im letzten Jahr mit dem Team von Dust-and-diesel.de nach Afrika gefahren - ein wirklich einmaliges Erlebnis!


Die Organisatoren kennen sich bestens aus in Westafrika, Polizei und Grenzkontrollen konnten wir jedesmal ohne Komplikationen passieren, bei Pannen halfen die mitreisenden Mechaniker.
Alleine hätte ich mir eine solche Reise nie zugetraut, immerhin fährt man fast 7000km und das mit einem alten klapprigen Gebrauchtwagen der dann am Ziel der Reise zugunsten eines afrikanischen Waisenhauses verkauft wird.
Wir waren mit insgesamt 20 Fahrzeugen und ca. 35 Personen unterwegs, eine sehr gemischte Truppe vom Rentnerehepaar bis zum Studenten.
Die Stimmung war toll, die Reise wird wohl allen noch lange im Gedächtnis bleiben.

Schöne Grüsse
Ben - Email: weisserbenz(AT)web.de

 

DUST´N DIESEL

Mit infernalischem Kreischen heult das vierzylindrige Dieselherz meines alten Daimlers auf und spuckt dicke Rußwolken durch die Fragmente des Auspuffs, der irgendwo südlich von Nouadhibou auf der Strecke geblieben sein muss, als ich in den zweiten Gang runterschaltete und mit Vollgas auf das nächste Weichsandfeld zusteuerte. Währenddessen versuche ich den kleinen Zeiger der Kühlmitteltemperaturanzeige, der sich bedrohlich der „120“ nähert zu ignorieren, genauso wie den auf Abregeldrehzahl laufenden Motor, dessen baldiges Ableben ich ihm schon anzuhören glaube.

„Niemals den Schwung verlieren im Weichsand …“ – „Der hat schon ne halbe Million Kilometer auf der Uhr. Mach’ dir keine Sorgen! Der schafft die letzten 500 bis Nouakchott auch noch.“ – Genau das hat man mir mit auf den Weg gegeben, bei der Fahrerbesprechung am Morgen, als wir unser Wüstencamp noch in der Dunkelheit verließen, um uns durch die mauretanische Sahara Richtung Nouakchott durchzuschlagen.

Aus welchem Grund sollte man sich einem solchen Abenteuer stellen und mit einem alten klapprigen Gebrauchtwagen von Deutschland bis nach Schwarzafrika fahren?
Um seine physischen und psychischen Grenzen auszuloten und in einem Urlaub der Gegensätze im quirligen Treiben orientalischer Märkte oder in der totalen Einsamkeit der Sahara neue Erfahrungen zu sammeln? – oder einfach „Weil’s geht?“

Egal aus welcher Motivation man sich für eine derartige Reise entscheidet. Unvergessliche Erinnerungen und bleibende Eindrücke sind garantiert.

Dust and Diesel – Roadmovie durch Afrika.

Sie kaufen sich einen robusten Gebrauchtwagen und nehmen sich 3 Wochen Urlaub. Wir erledigen den Rest.

Sinn und Zweck der Rallye ist es, mit der Teilnahme an einem einmaligen Event Waisenkinder in Afrika zu unterstützen.
Wir fahren von Deutschland über Frankreich nach Spanien, wo sich der Rallyetross in Tarifa trifft, um am nächsten Morgen mit der Fähre nach Marokko überzusetzen.
Über Fes und Marrakesch nähern wir uns der marokkanischen Atlantikküste deren Verlauf wir bis zur mauretanischen Grenze folgen.
Den Wüstenstaat Mauretanien durchqueren wir „off-road“ bis in die Hauptstadt Nouakchott, wo wir die Autos verkaufen und den Verkaufserlös an ein staatlich anerkanntes deutsch-mauretanisches Waisenhausprojekt übergeben.

Mit Buschtaxis geht die Fahrt weiter bis in den Senegal. Die Tage bis zum Rückflug nach Deutschland verbringen wir auf einem fantastischen Campingplatz im idyllischen Naturreservat des Senegaldeltas.

Selbstverständlich handelt es sich um keine Motorsportveranstaltung. Wir fahren nicht „auf Zeit“ und küren keinen Sieger. Gewinner ist, wer im Senegal ankommt, und das haben bisher noch alle geschafft.

 

Route  28. Dezember 2008 – 16. Januar 2009

Startpunkt/Ziel:
Die Rallye beginnt in Tarifa (Südspanien), Treffpunkt ist der Campingplatz.
Ende der Rallye ist St. Louis Senegal. Die Organisation für die Weiterreise nach Dakar inklusive Übernachtungsmöglichkeit übernimmt das Organisationsteam.

Route:
Wir raten für die Anreise nach Tarifa eine, dem technischen Zustand des Fahrzeuges angepasste Zeitplanung. Gegebenenfalls empfiehlt sich eine Anreise im Konvoi.

Für die jeweiligen Rallyetage sind die morgendlichen Start- und die abendlichen Zielpunkte vorgegeben. Zeitplanung und Streckenwahl zwischen den Tageszielen sind frei. Afrikaneulinge können sich gerne unseren Organisationsfahrzeugen anschließen.

Ab Nouadhibou (Mauretanien) durchqueren wir im Konvoi die Westsahara und fahren geschlossen bis
Nouakchott.

Die Tagesetappen beinhalten Strecken zwischen 100 und 600km, in allen größeren Städten verbringen wir einen kompletten Tag zum Besichtigen, Einkaufen oder Reparieren.


28.12.08 - Sonntag
Treffpunkt Campingplatz in Tarifa im Laufe des Nachmittags

29.12.08 - Montag
Überfahrt von Algeciras nach Ceuta
Ziel: Marokko / Fes

30.12.08 - Dienstag
Stadtbesichtigung Fes

31.12.08 - Mittwoch
Ziel: Marrakesch

01.01.09 - Donnerstag
Stadtbesichtigung Marrakesch

02.01.09 - Freitag
Ziel: Guelmim

03.01.09 -
Samstag
Ziel: Laayoune

04.01.09 - Sonntag
Ziel: Dakhla

05.01.09 - Montag
Jour de Repos / Reparaturen Dakhla

06.01.09 - Dienstag
Ziel : Mauretanien / Nouadhibou

07.01.09 - Mittwoch
Besichtigung des Waisenhausprojektes Nouadhibou / Reparaturen / Einkauf Vorräte

08.01.09 - Donnerstag
Ziel: Wüstencamp

09.01.09 - Freitag
Ziel: Nouamghar / Strandpiste

10.01.09 - Samstag
Jour de Repos / Strand

11.01.09 - Sonntag
Ziel : Nouakchott

12.01.09 - Montag
Jour de Repos / Stadtbesichtigung Nouakchott

13.01.09 - Dienstag
Ziel : Senegal / St.Louis

14.01.09 - Mittwoch
Stadtbesichtigung St. Louis / Zebrabar

15.01.09 - Donnerstag
Zebrabar / Barbecue Party

16.01.09 - Transfer Dakar
Rückflug